
Das RAPID im Alltagstest
Seit März 2025 fahren wir das RAPID von der Radkutsche. Das Cargobike ist seither fast täglich unterwegs – zur Kita, zur Arbeit, an den Rhein oder einfach durch die Stadt. Mittlerweile stehen über 2.400 Kilometer auf dem Tacho. Zeit für einen ehrlichen Erfahrungsbericht aus unserem Familienalltag.

Cargobikes in Basel – eine kleine Erfolgsgeschichte
In den vergangenen Jahren ist die Auswahl an Cargobikes regelrecht explodiert. Viele neue Modelle sind auf den Markt gekommen, und auch auf den Basler Straßen begegnet man heute einer beeindruckenden Vielfalt. Ein Grund dafür ist sicher die für Schweizer Verhältnisse frühe und mutige Förderung des Kantons Basel-Stadt ab 2016, die den Absatz angekurbelt hat. Heute sind es vor allem Familien, die ganz selbstverständlich mit dem Cargobike statt dem Auto unterwegs sind.
Warum wir uns fürs Rapid entschieden haben
Wir hatten zuvor bereits ein Omnium Cargo Titanium ohne Motor und mit Anhänger im Einsatz. Ein tolles Rad – aber mit drei Kindern kamen wir zunehmend an die Kapazitäts- und Muskelkraftgrenzen. Also suchten wir ein robustes, zuverlässiges, und trotzdem schnelles Transportmittel für den Alltag. Nach längerem Vergleichen und Eruieren sind wir immer wieder beim gleichen Modell gelandet: der Radkutsche Rapid. Der Aufbau auf einem klassischen Stahlrahmen, die hohe Belastbarkeit und die durchdachten Details haben uns sehr überzeugt. Zudem hat uns die Firma Radkutsche im Vorfeld mit sehr kompetenter Beratung und viel Geduld begleitet.
Unsere Ausstattung
Wir haben das Rapid in nahezu Vollausstattung gewählt:
• Metallwanne mit Regen- und Sonnenschutz aus Textil
• Zwei Sitzbänke mit Rückenlehnen (für bis zu vier Kinder)
• Robuste, gut abwaschbare Sitzpolster mit sicheren und leicht bedienbaren Gurtsysteme
• Bosch Cargoline-Mittelmotor (riemenangetrieben) mit Rohloff-Schaltung
• Magura 5-Bremsen

Fahreindruck: überraschend spritzig
Trotz seines stattlichen Eigengewichts fährt sich das Rapid sehr agil. Einmal in Bewegung, fühlt es sich fast wie ein normales Stadtvelo an – besonders im urbanen Verkehr. Was uns besonders gefällt:
• Sehr gute Beschleunigung, auch voll beladen
• Sicheres Fahrgefühl, selbst mit drei oder vier Kindern
• Starke Bremsleistung, wichtig bei hohem Gesamtgewicht
• Robuste Bauweise – nichts klappert oder wirkt improvisiert
Natürlich geht hohes Transportgewicht mit höherem Verschleiß einher: Nach fünf Monaten war bereits der erste Wechsel der Bremsbeläge fällig. Das war aber erwartbar.

Kleine Schwächen im Alltag
So sehr wir unser Rapid mögen, es gibt ein paar Punkte, die wir uns verbessert wünschen würden:
• Wendekreis: Der Wendekreis ist relativ groß. Rasches Wenden auf engem Raum ist kaum möglich.
• Ständer: Der Ständer hält stabil, braucht vor dem Losfahren aber oft einen kleinen «Schubs», um richtig einzurasten.
• Schiebehilfe: Hilft zuverlässig, setzt für unseren Geschmack aber zu spät ein.
• Platzverhältnisse für größere Kinder: Mit Kindern ab 4–5 Jahren wird der Fußraum bei drei oder vier Insassen etwas knapp – es gibt dann schon mal Diskussionen.
• Akku: Das Einsetzen und Herausnehmen des Akkus ist anfangs fummelig. Mit Routine geht’s dann.
Praxistauglichkeit: durchdacht und verlässlich
Pluspunkte im Alltag:
• Der Stauraum zwischen vorderer Bank und Verdeck ist ideal für Taschen.
• Das Rad passt knapp, aber gut durch unsere 80-cm-Kellertüre.
• Die Ausstattung ist insgesamt extrem langlebig und hochwertig.
Fazit: Ein fantastisches Alltags- und Arbeitsbike für Familien
Nach über 2.400 Kilometern können wir sagen: Unser Rapid macht uns den Alltag erheblich leichter und ersetzt für uns in der Stadt vollständig das Auto. Es bietet genug Kapazität für drei Kinder, Gepäck und spontane Einkäufe. Für Familien, die ein zuverlässiges, super robustes und vielseitiges Cargobike suchen, ist das Rapid definitiv die stärkste Option auf dem Markt!
